Uwe Hirschfeld: Politische Bildung(stheorie) mit Gramsci entwickeln

Mittwoch, 03.08, 15:30

Gramsci verweist im Rahmen seiner Überlegungen zur Hegemonie darauf, dass diese als pädagogisches Verhältnis verstanden werden könne. Damit sind jeglicher Bildungsarbeit politische Positionierungen inhärent. Es bleibt nur die Frage: Agiert man im Interesse der herrschenden Hegemonie oder kritisiert man diese und entwickelt dazu Alternativen, die demokratischer und solidarischer (und nachhaltiger, müssen wir heute ergänzen) sind?

Mit dem Konzept des Alltagsverstandes ist es zudem möglich, den Bildungsprozess alternativer Hegemonien in den Praxen der alltäglichen Lebensbewältigung politisch zu verstehen und didaktisch zu unterstützen. Dabei ist es angebracht, sich ergänzend auch auf andere Überlegungen, wie beispielsweise von Paulo Freire, zu beziehen. Der Vortrag wird die Thematik systematisch entfalten und einige handlungsleitende Thesen für eine kritisch-politische Bildung formulieren.

Uwe Hirschfeld arbeitete bis 2020 mit dem Schwerpunkt »Politische Theorie und Bildung« an der Evangelischen Hochschule Dresden und ist gegenwärtig in erinnerungs- und bildungspolitischen Gremien und Projekten engagiert.

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