Jonas Fischer: Klima, Wachstum, Interregnum

Freitag, 05.08, 15:30

Seit dem Nachkriegsboom sinken global die Wachstumsraten. Besonders deutlich ist dieser Trend in den früh-industrialisierten Ländern. Spätestens seit die Erholung nach der Finanzkrise 2007/08 ausblieb, ist der angeschlagene Zustand der Weltwirtschaft kaum mehr zu leugnen. Mit ähnlicher Rücksichtslosigkeit drängt sich der Klimawandel in das öffentliche Bewusstsein. Angesichts dieser doppelten Krise erleben wir gegenwärtig eine Öffnung des politischen Möglichkeitsraumes – mit Gramsci gesprochen: ein Interregnum.

Das Ziel des Vortrags wird es sein, in groben Zügen die derzeit konkurrierenden politischen Projekte nachzuzeichnen: Welche Strategien werden zur Wiederherstellung des Wachstums verfolgt? Wie wird der Klimawandel adressiert? Welche gesellschaftlichen Kräfte werden mobilisiert und welche Klassenkompromisse angestrebt?

Jonas Fischer studiert Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Schwerpunkten zählen unter anderem Staats-, Regulations- und Hegemonietheorie. Derzeit schreibt er seine Masterarbeit zu Deindustrialisierung und Klimapolitik in Ostdeutschland.

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