Collagen-Gang: Loch in der Mauer – Utopisches zum Entkommen

Freitag, 05.08, 21:00

Antonio Gramscis theoretisches Hauptwerk sind seine Gefängnishefte, Aufzeichnungen und Notizen aus der Haft. Als Gefangener teilt er das Schicksal nicht weniger linker politischer Akteur*innen. Die Gefahr, inhaftiert zu werden, prägt das Bewusstsein politischen Aktivismus und die Realität der Inhaftierung die Aufzeichnungen und Zeugnisse aus den sozialistischen und kommunistischen Bewegungen der letzten zwei Jahrhunderte. Wir haben die für uns spannendsten dieser Aufzeichnungen genommen und neu angeordnet und auch Musik gefunden.

So entstehen Szenen zwischen Einsamkeit und Anteilnahme, dem Versuch denen draußen Mut zu machen und der eigenen Ohnmacht aber auch zu grundsätzlichen Fragen von Inhaftierung, und (politischer) Gefangenschaft. Dabei wird deutlich, dass sich gegen die bedrückenden Erfahrungen der Einsperrung ein frivoler Kommunismus behaupten konnte: »tapfer, unverzagt und lächelnd – trotz alledem«, wie Rosa Luxemburg aus dem Gefängnis an eine Freundin schrieb.

Katha, Fabian und Janis erarbeiten seit ein paar Jahren aus klassischen und randständigen Texten der Linken und darüber hinaus, Popmusik und Schlager, Beiträgen aus den Sozialen Medien usw. szenische Lesungen, die dazu gedacht sind anzuregen, nachdenklich zu machen, zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. Ihr Motto dabei: »auf das unerklärbarste niemals entmutigt, durch keinerlei wirklichkeit überzeugt« (Schernikau) und das erwartet euch auch an diesem Abend.

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