Marcuses Gespenster – A pervert’s guide to feminist utopia

Michael Beron

Donnerstag, 26.08., 15:30 Uhr

Im Dialog mit der Fernsehserie Mad Men und anderen Serien- und Diskursfragmenten – von Angela Davis zu Barack Obama und Game of Thrones – fragt der Beitrag nach der Aktualität und Bedeutung feministischer Utopien für das kulturelle Imaginäre, d.h. die herrschenden (und in Herrschaft verstrickten) Selbst- und Menschenbilder im Neoliberalismus. Die Frage wird geleitet von zeitgenössischen Diagnosen (Fraser, McRobbie, Soiland), wonach utopische Wünsche der Frauenbewegung im Übergang zum postfordistischen, neoliberalen Kapitalismus teilweise integriert wurden und eine Art Doppelleben und unheimliche Wahlverwandtschaft mit einer Ideologie entwickelt haben, die als Regierung der Freiheit und Befreiung auftritt und die Verwandlung von passiven Objekten in aktive, selbstermächtigende Subjekte einfordert und verspricht.

Michael Beron studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Mainz und Berlin, arbeitete als Theatermacher, u.a. im EGfKA-Kollektiv, und publizierte u.a. zu neurechtem Kulturkampf und kulturellem Antifaschismus. Aktuell forscht er, alimentiert von der Rosa Luxemburg-Stiftung, zu Fragen von Arbeitsideologie in US-amerikanischen Fernsehserien der Gegenwart.

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