Grenzverschiebung im Weltall – Ursula K. Le Guin und ihr Hainish-Zyklus

Christian Selent

Donnerstag, 26.08., 14:00 Uhr

Science Fiction befindet sich in einem Spannungsfeld von kulturindustrieller Bombastproduktion im Westernstil á la Star Wars und nerdig konnotierter Nische. In den Zwischenräumen hat das Genre von Anfang an Platz für aufgeladene politische, literarische und wissenschaftliche Diskurse geboten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Debatten war die US-amerikanische Autorin Ursula Kroeber Le Guin (1929 – 2018). Sie gehört zu den Protagonist:innen der New Wave-Science Fiction, einer inhaltlichen und stilistischen Erneuerungsphase des Genres, und erweiterte die »Science« um Aspekte der Ethnologie und der Sozialwissenschaften. Ihr Spielraum für dieses Vorhaben war der Hainish-Zyklus, ein mehr oder weniger zusammenhängendes Erzähluniversum, in dem die Menschheit sich auf weit voneinander entfernten Welten sozial und biologisch in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Le Guin lässt ihr Publikum beispielsweise den ambisexuellen Bewohner:innen des isolierten Planeten Gethen begegnen oder führt es zu der anarchosyndikalistischen Gesellschaft von Urras. Ihr Anliegen dabei war alles andere als eskapistisch, sondern zielte auf die Gegenwart ab.

In meinem rund 30-minütigen Input möchte ich mit persönlichen Leseeindrücken, biografischen Schnappschüssen und Textausschnitten Lust darauf machen, selbst in das Werk von Ursula K. Le Guin einzusteigen.

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