Linie Luxemburg-Gramsci

Vortrag und Diskussion von und mit Peter Jehle am Mittwoch, 07.08.2019, 14.00 Uhr

Für den Schlussabschnitt der Ästhetik des Widerstands notiert Peter Weiss: „Mitgliedschaft in der Partei – dass es eine kleine Partei war, unwichtig. Mitgliedschaft Prinziperklärung – ideologische Zugehörigkeit – Abwesenheit von Zwang und Dogmatismus – Linie Luxemburg-Gramsci – Voraussetzung: Aufklärung der historischen Fehler – die lebendige kritische Wissenschaft, Ablehnung jeglicher Illusionsbildungen, Idealismen, Mystifikationen“ (Notizbücher 1971-1980, Bd. 2, 608). Das ist die einzige Stelle, an der der Ausdruck vorkommt. Er beschreibt nichts, was es ohne weiteres bereits gäbe, sondern formuliert einen Anspruch: Um Zukunft zu gewinnen, muss die Arbeiterbewegung die historischen Fehler, die sie gemacht hat, aufklären. Das gilt 30 Jahre nach dem Fall der Mauer noch immer. Aber inwiefern können da ausgerechnet Luxemburg und Gramsci hilfreich sein? Woran kann angeknüpft werden? Das ist die Leitfrage, der im Vortrag nachgegangen wird.

PDF zur Vorbereitung: Frigga Haug, „Linie Luxemburg-Gramsci“, in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus, Bd. 8/I, Hamburg 2012, 1122-1152.

Peter Jehle: Dr. phil., wiss. Mitarbeiter des Instituts für kritische Theorie, Berlin; Mithg. des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus und der Zeitschrift Das Argument; Privatdozent an der Uni Potsdam.

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